Training
Mit Ernährung und Fitness gegen die Entzündung

Bei bereits bestehenden chronischen Entzündungsprozessen spielt die richtige Ernährung eine stark unterschätzte Rolle. Viele Patienten mit solchen Beschwerden leiden zudem an einer Übersäuerung des Organismus. Mit der richtigen Ernährung (basisch und antientzündlich) und der Beachtung grundsätzlicher Verhaltensregeln können die Beschwerden von chronischen Entzündungen drastisch reduziert werden. Für eine erfolgreiche Behandlung von Erkrankungen mit chronischen Entzündungen (häufig Multiinfektionserkrankungen, wie zum Beispiel die Lyme Borreliose) ist zusätzlich eine Reha- Therapie mit ausgesuchten Übungen und Anwendungen zur Wiederherstellung der körperlichen Fitness extrem wichtig. Grundsätzlich sollte über einen ganzheitlichen Therapieansatz das Immunsystem gestärkt und wiederaufgebaut, sowie der Organ- Stoffwechsel- und die Hormonfunktionen gezielt unterstützt werden.

 

Regelmäßiges Training zur Unterstützung der Borreliose-Behandlung

Hintergrund

  • Stoffwechselanregung, um einen besseren Transport der Antibiotika in die äußeren Extremitäten zu gewährleisten, sowie Toxine abzutransportieren
  • Symptomminderung (speziell bei koordinativen, Balance- und Mobilitätsproblemen)
  • Verbesserung der Vitalität (“Mens sana in corpore sano”)
  • Gelenkstabilisierung
  • Anregung des Flüssigkeitsaustauschs im Gelenkknorpel

Tägliches Training

  • Jeden Tag ein leichtes Training um den Stoffwechsel anzuregen
  • ständiger Wechsel der Trainingsart (Ausdauer, Kraft, Mobilität, Koordination, Balance)
  • symptomatisches Training ohne große Belastung
  • Krafttraining
    - Kraftausdauertraining zwischen 18-30 Wiederholungen
    - Ganzkörpertraining
    - Training für die großen Muskelgruppen und Gelenke
    - Zug > Druck
    - Geführte Bewegungen am Gerät
  • Koordination & Balance
    - Kombinationsbewegungen ohne Kraftaufwand
    - Training der unbewussten Bewegungssteuerung
    - Propriozeptives Training
    - Kräftigung der zuständigen Muskulatur, Sicherheit ↑, muskulärer Stress ↓
  • Ausdauer
    - Aerobes Training
    - bis maximal 75 % der maximalen Herzfrequenz (abhängig von Co-Infektionen)
    - Frauen: (226 – Lebensalter) x 0,75
    - Männer: (220 – Lebensalter) x 0,75
    - Wechsel der Ausdauerbelastung, Fahrrad, Walken, usw.
  • Mobilität/ Flexibilität
    - Dehnung für mindestens 25 Sekunden
    - Passiv-Statisches Dehnen

Ergänzung zum Training

  • Nach Kraft- und Ausdauertraining Infrarot oder Biosauna, um die Muskelspannung zu senken
  • Proteinshakes 1,5h bis 2h vor dem Training verhindern einen Leistungsabfall (Kombination mit Kokosöl)
  • Enzyme, Mineralien und Aminosäuren helfen dem Körper den Trainingsreiz besser zu verarbeiten und Muskelentzündungen schneller wieder zu senken
  • Training während einer Antibiose noch ruhiger halten, tendenziell eher leichtes Ausdauer-, Koordinations- oder Mobilitätstraining, Krafttraining nur 1-2x die Woche
  • An Trainingstagen mindestens 2,5-3l trinken, an trainingsfreien Tagen mindestens 2l